„da sitzt Hawaii…“

… so die Worte meiner Praktikumsbetreuerin in der FH an ihre Assistentin, die mich etwas verwirrt ansah. Was ist denn das für eine Aussage?? Hmm, ich versuche zu erklären.

Mein 3. Fachsemester im Studium Soziale Arbeit ist vorbei, und das 4. steht direkt vor der Tür, ein Praktikumssemester. Jetzt müssen sich alle Studenten für 16 Wochen ins „Wahre Leben“ stürzen und all ihr erworbenes Wissen praktisch anwenden und viele Erfahrungen sammeln. Auch für mich gilt die gleiche Regel wie für alle. Ein Praktikum suchen und so richtig arbeiten.

Wir dürfen frei wählen wo wir gerne das Praktikum absolvieren wollen, ganz egal wo und auch fast ganz egal was. Die einzige Bedingung: es muß einen Zusammenhang zur Sozialen Arbeit geben und es muß von der Fachhochschule als Praktikumsplatz zugelassen werden, das heißt ich brauche einen Anleiter und einen Ansprechpartner für all meine Aufgabenbereiche.

„Nun … wenn das so ist“, dachte ich und eine ziemlich mutige Idee ist langsam in meinem Kopf entstanden. Wenn ich frei wählen darf wo ich gerne Praktikum machen möchte, dann such ich mir was im Ausland. Denn jeder weiß ja wie sehr mich das reisen und fremde Kulturen interessieren.

Tja, aber seitdem ich verheiratet bin ist es nicht mehr ganz so leicht einfach mal für mehrere Monate weit, weit weg zu fliegen und völlig ungebunden umherzuschwirren. Aber das geniale an meiner Ehe mit dem besten Ehemann der Welt ist, dass er genauso gerne reist wie ich und das er in einer Organisation arbeitet, die ihren Hauptsitz in Hawaii hat.

Aha, hier wird es also spannend. Die Idee in meinem Kopf war genial. Ich fliege einfach nach Hawaii und mache dort mein Praktikum. Ja, was soll ich sagen… manche von meinen Ideen sind gar nicht so dumm. Vor allem dann nicht, wenn Gott sie mir eigentlich in den Kopf gesetzt hat.

Nachdem ich einige Wochen lang darüber gebrütet habe und mich der Gedanke nicht mehr losließ wurde ich aktiv. Es gab einige Gespräche mit verschiedensten Menschen in wichtigen Positionen und seit 2 Wochen hab ich die offizielle Bestätigung von der FH, dass ich tatsächlich nach Hawaii fliegen darf um dort mein Praktium zu machen. Es waren immermal noch einige Fragen und Details zu klären, weshalb ich auch öfter im Büro der Praktikumsbetreuerin in der FH saß. Und seit 2 Wochen ist es nun wahrscheinlich DAS Klatsch und Tratsch Thema in der Fakultät, dass jemand nach Hawaii zum Praktikum geht. Der Satz „da sitzt Hawaii“ erklärt sich also ganz einfach. Der Assistentin fehlte ein Gesicht zu meinem Namen und dem exotischen Einsatzort und die Betreuerin brachte für sie nun beides zusammen. Ganz easy. Ich bin berühmt. Hihi.

kona

Jugend mit einer Mission, oder Youth with a mission (YWAM) hat Ihren Ursprung in einem jungen Mann in den USA, der gerne die Welt verändern wollte. Er hatte eine brennende Leidenschaft für Jesus und eines Tages sah er wie in einem Traum, wie Tausende von Jugendlichen aufstehen und sich gegen alle Arten von Unrecht auf der Welt einsetzten und wie in Wellen über alle Kontinente dieser Welt brandeten. Er sah wie sie auf allen Kontinenten aufstanden um ihre Zeit, ihr Geld, ihre Energie und Liebe aufbrachten um etwas zu verändern. Jugendliche mit einer Mission. Das ist was er gesehen hat und das ist was diese Organisation tut: Jugendliche aus aller Welt ausbilden um in allen Bereichen der Wirtschaft, der Gesellschaft, der Politik, der Technik, der Gesundheit, den Medien usw. Einfluß zu nehmen so dass Werte wieder eine Bedeutung bekommen. Ehrlichkeit, Liebe, Treue, Hingabe, Leidenschaft, Freude, Opferbereitschaft… um diese Welt Stück für Stück ein kleines bisschen besser zu machen.

Dafür gibt es auf Hawaii den Hauptsitz von YWAM mit dem großen Campus der University of the Nations, der Universität der Nationen. Eine Hochschule in der genau diese Bildung weltweit möglich ist.

Ich bin einfach nur überglücklich und auch ein bisschen platt, denn ich werde mein Pflichtpraktikum für mein Studium an der FH Erfurt in Hawaii absolvieren und die Arbeit von YWAM kennenlernen. Und noch ein Sahnebonbon: mein Mann kommt mit. Philippus hat einen Vollzeitjob bei YWAM hier in Deutschland und ich werde nach dem Studium auch voll ins Team mit einsteigen. (In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon kurz erzählt von Bad Blankenburg, dem neu entstehenden Zentrum hier im Thüringer Wald). Er (also Phil) wird in Haiwaii verschiedene Aufgaben haben und auch fleißig für Bad Blankenburg arbeiten. So verbinde sich also das eine mit dem anderen und das ist ganz schön genial!!

In Hawaii gibt es ein Ehepaar, Susi und Paul Childers, die es ganz besonders auf dem Herzen haben durch moderne Medientechnik auf sozilae Ungerechtigkeit in der Welt aufmerksam zu machen, damit sozialpolitische Veränderungen angestoßen werden können. So z.B. Themen wie

*weibliche Beschneidung in Afrika

*Frauenunterdrückung in Afghanistan und Pakistan

*Meschenhandel und Zwangsprostitution

*Kinderarbeit

*Bildungschancen in Indien

usw usf.

Susi und Paul haben „a voice for the voiceless“  ins Leben gerufen und machen sehr viel Öffentlichkeitsarbeit. In Bad Blankenburg entsteht momentan gerade ein neues Zentrum von YWAM in der die Arbeit von „a voice for the voiceless“ für Europa koordiniert werden soll. Ein Zentrum in dem Jugendliche lernen moderene Medientechniken zu benutzen um auf katastrophale Zustände aufmerksam zu machen und etwas zu verändern.

Das ist es wo ich hin möchte. Das ist einer der großen Träume in meinem Leben. Ganz praktisch da helfen wo sonst niemand hingeht zum helfen. Nun fängt also das nächste große Abenteuer meines Lebens an und ich bin wie immer gespannt was noch alles kommen wird.

Am Montag, den 17.02. fliegen Phil und ich von Frankfurt los. Anfang Mai kommen wir zurück. Wir haben super Flugtickets, einen Reisebus nach Frankfurt gebucht, die Badehose und Sonnencreme eingepackt. Und es gibt noch ein Sahnebonbon: Ich hatte mich für ein Stipendium beworben für dieses Auslandspraktikum. Und nun ratet mal: der DAAD hat einen Fahrtkostenzuschuß in Höhe von 1250 Euro BEWILLIGT!!! Juhuuuu.

Jeder der eine Postkarte möchte kann mir einfach seine aktuelle Postadresse schicken und dann geht das klar.

Wir sind total aufgeregt und dankbar und freuen uns wie Bolle.

Ganz liebe Grüße von Suse und Phil.

 

 

 

 

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Eine Antwort zu “„da sitzt Hawaii…“

  1. Tolle Sache, Suse. Ich wünsche euch eine total HERRliche Zeit auf Hawaii.

    Ralf Kühne Tel.: +49 1578 4914943

    2. Kor 3,17 Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 2 Cor 3:17 Now the Lord is the Spirit, and where the Spirit of the Lord is, there is liberty (emancipation from bondage, freedom).

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